NEWS
TT - Anlage
H0 - Anlage

Kurzbiographie "Theodor Kunz"

 

Theodor Kunz wurde am 27. Juni 1791 in Dresden geboren. 1827 wurde Theodor Kunz Wasserbauinspektor, dann Wasserbaudirektor. Begeistert griff Theodor Kunz den Eisenbahngedanken von Friedrich List auf. Nach dem Zustandekommen des Komitees zum Bau der Leipzig–Dresdner Eisenbahn wurde Theodor Kunz zum Ehrenmitglied gewählt. Zunächst unternahm er im Auftrag des Komitees eine Reise nach England, um die dort gemachten Erfahrungen über den Bau von Eisenbahnen kennen zu lernen. Theodor Kunz schlug im Gegensatz zu List eine Streckenführung von Leipzig nach Dresden, die bei Strehla über die Elbe und weiter am rechten Elbufer entlang führen sollte, vor. Der Vorschlag wurde mit der Abänderung, dass die Strecke nicht bei Strehla, sondern bei Riesa über die Elbe führt, angenommen. Am 1.November 1835 wurde Theodor Kunz zum leitenden Oberingenieur gewählt. Er hat die Aufgabe glänzend gelöst.

Als 1841 die zweite sächsische Hauptlinie Leipzig–Hof in Angriff genommen wurde, war es wieder Theodor Kunz, dem man die Oberleitung übertrug.

1843 wurde Theodor Kunz als geheimer Baurat ins Ministerium des Inneren berufen. Am 30.12.1863 starb Theodor Kunz im Alter von 72 Jahren und wurde auf dem Inneren Neustädter Friedhof beigesetzt. Die sächsischen Ingenieure ehrten im Jahre 1869 einen ihrer Besten durch eine Bronzetafel am ehemaligen Leipziger Bahnhof. Nach dessen Abbruch wurde die Tafel am jetzigen Neustädter Bahnhof, Ecke Hansastraße, angebracht.